Wien / 2017 / Aufschrift Schild: „Fühle mich einsam“

documenta14 in Kassel. Kunst beherrscht das Stadtbild. Ein Mensch der einsam ist? Ein Kunstprojekt? Was löst dieser Mensch in mir aus? Folge ich meinem Impuls? Gehe ich auf die Person zu? Oder lasse ich mich von der Kunst auf Distanz halten?

Was ist das für ein KUNSTDING, das mich in der Situation auf Distanz hält? Eine gemeinsame, unausgesprochene Definition von Kunst? Etwas auf das wir uns geeinigt haben? An dem wir uns orientieren? Ein Kunstverständnis – gebaut aus Erfahrungen, genährt durch Ähnlichkeit und Wiederholung? Ein Teppich, der sich über das Eigentliche legt?

Was macht dieser Teppich mit mir? Folge ich meinen Impulsen und Interessen? Mache ich, was ich will? Oder lasse ich mich von der Kunst auf Distanz zu mir selbst halten?

 

documenta14 in Kassel. Art dominates the cityscape. A man who is lonely? An art project? What does this man trigger in me? Do I follow my impulse? Or does art lead me to keep distance?

How is art able to paralize me? Is there a common, unspoken definition of art? Something we have agreed on? An art understanding – built from experience, nourished by similarity and repetition? A carpet that lays itself above the essential?

What does this carpet do with art-makers and viewers? Are we following impulses and interests?